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PlanetPilgerer

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Ich bin auf PlanetPilgerer vertreten. Hier sind die letzten Einträge:

2012-05-10

  • 16:31 UTC orange: Spargel for one? ... mit Rosmarin-Zitronen-Butter
    Als ich am Wochenende weißen Spargel machen wollte - ausnahmsweise nur für mich alleine - war ich fast in Versuchung, mir eine Bechamel-Sauce in der Packung zu kaufen. Für eine Person Bechamel selbst machen ist doch etwas aufwendig. Ich kam bis zum Lesen der Zutatenliste... Den Supermarktbesuch habe ich dann kurzerhand als netten Abendspaziergang abgehakt.

    Die Alternative war einfach, schnell, ohne unnötige Zusatzstoffe und wirklich gut: Zerlassene Butter, aromatisiert mit ein paar frischen Rosmarinnadeln (vom Balkon) und ein wenig Zitronenschalenabrieb. Fertig.



    Dazu die Butter (Menge nach Bedarf) in einem Topf bei schwacher Hitze langsam schmelzen lassen. Die gewaschenen und abgetrockneten Rosmarinnadeln dazu geben und mit einer feinen Reibe etwas Zitronenschale hinein reiben.

    Mit einem Löffel den Rosmarin und die Zitronenzesten quetschen und stampfen, dass sie ihr Aroma freigeben. Den Topf beiseite stellen und den Spargel zubereiten.

    Wenn der Spargel (und was man sonst noch dazu reichen möchte) fertig ist, die Butter noch einmal kurz sanft erwärmen.

    Mit einem Löffel über den Spargel träufeln und mit Fleur de Sel (das gibt den richtigen Geschmackskick) und Pfeffer würzen.

2012-05-08

  • 13:45 UTC orange: Täglicher Haferlgucker 08. Mai 2012
    Was ist das? Täglicher Haferlgucker? (Antwort hier)


    Man kann nicht oft genug...

    indisch kochen, oder? Nein, ich bin mir sicher, das geht nicht. Denn kaum ein Land hat eine so vielseitige und ausgewogene Küche zu bieten. Da wird es nie langweilig... Heute: Sesam-Curry mit grünen Bohnen (Rezept hier), dazu Gurkenjoghurt, Zitronenpickles (die müssen bei mir immer dabei sein) und Kurkuma-Basmatireis


2012-05-03

  • 08:00 UTC orange: Schnelle Linguine mit gerösteten Tomaten
    Ein tolles Gericht, wenn man nicht mehr viele frische Zutaten im Haus hat!
    Tipp: Den Basilikum als ganze Pflanze kaufen, gleich in einen größeren Topf oder Balkonkasten umtopfen und sehr regelmäßig gießen. So hat man lange Freude damit.


    Für 1 Portion:
    etwa 125 g Linguine oder Spaghetti (De Cecco empfiehlt der Italiener des Vertrauens)
    5 Cocktailtomaten
    2 Lauchzwiebeln, in dünne Ringe geschnitten
    1 kleine Knoblauchzehe, in feine Scheiben geschnitten
    Tomatenmark
    etwas Wasser
    Oregano, getrocknet oder frisch
    Salz, Pfeffer
    Chiliflocken
    Olivenöl
    reichlich frischer Basilikum, grob gehackt
    frisch geriebener Parmesan



    Die Spaghetti/Linguine in gut gesalzenem Wasser al dente kochen.

    In der Zwischenzeit die Tomaten waschen und trocken reiben. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Tomaten darin anrösten, bis sie ein Farbe bekommen, runzlig werden und aufplatzen.

    Die Lauchzwiebeln und den Knoblauch dazu geben und ebenfalls anbraten, dann mit einem Schuss Wasser ablöschen (erstmal nicht zu viel!). Einen kleinen Klecks (vielleicht erdnuss- oder haselnussgroß) Tomatenmark in die wässrige Sauce rühren. Mit Salz, Pfeffer, Oregano und - wer möchte - Chiliflocken würzen.

    Da die Hitze der Pfanne groß ist, kocht die Sauce gleich wieder gut ein. Eventuell müsst Ihr noch ein wenig Wasser darauf geben.

    Die Tomaten sind nun so weich, dass man sie mit einer Gabel leicht anquetschen kann (nicht komplett auspressen!), so kommt etwas vom flüssigen Inneren heraus und mischt sich mit der Sauce. Es wird nicht viel Sauce, dafür ist sie tomatig-aromatisch und umschließt leicht die Spaghetti.

    Die Spaghetti abgießen und in die Pfanne mit der Sauce geben. Ebenso den frischen Basilikum. Alles gut durchmengen.

    Mit reichlich frisch geriebenem Parmesan bestreut sofort servieren. Dazu passt ein grüner Blattsalat mit Essig, Öl und ein paar gerösteten Kürbis- und Sonnenblumenkernen.

2012-04-30

2012-04-29

  • 09:18 UTC orange: Täglicher Haferlgucker 20.-26. April 2012
    Da ich natürlich auch esse, wenn ich nicht blogge und auch öfter mal Rezepte verwende, die schon im Blog stehen, möchte ich eine neue Kategorie einführen, den "täglichen Haferlgucker" (Haferl = Gefäß, Schale, Tasse / Gucker = Betrachter). In dieser wird es Fotos von meinen Gerichten mit den jeweiligen Links zu den Rezepten geben. Oft sind die Rezepte ja schon sehr weit nach hinten gerutscht und dadurch manchmal etwas schwer zu finden. (Eine Suchfunktion findet Ihr in der Seitenleiste.)

    So kann ich sie Euch wieder in Erinnerung rufen, Euch mit der Zusammenstellung und Kombination inspirieren und ein wenig den Mund wässrig machen ;-) Die Bilder und Links poste ich ebenfalls zeitgleich auf der _protectorange_ Facebook-Seite.

    Den Anfang machen zwei indische Gerichte und ein bayrisch-tofulastiges!


    20. April 2012

    Chana Masala (zum Rezept) + gegarter Weizen mit Butterflocken (zur Beschreibung) + junger Spinat mit Schalotten, Sesam, Joghurt und Garam Masala (vereinfachte, improvisierte Form von diesem Rezept) + Lime Pickles (aus dem Asiamarkt) + Naturjoghurtklecks




    23. April 2012

    Aus dem übrig gebliebenen Schälchen gemahlene Mandeln von meinen Energiebällchen (zum Rezept) entstand spontan die Sauce für ein leckeres "Korma" - Kartoffeln, Weißkohl, Brokkoli, Karotten, Tomaten, Erbsen und Rosinen gekocht in einer cremigen Mandel-Sahnesauce, die nach Nelken, Kardamom und Zimt duftet...




    26. April 2012

    So schmeckt das Biergartenwetter! Tofu-Röstbratwürstl mit Kartoffelbrei, Sauerkraut und schön scharfem Senf... (zum Rezept)

2012-04-02

  • 12:10 UTC orange: Ayurvedischer Kochkurs mit Anuli von ~annayoga~
    Ein kleiner Ausflug unserer fast (!) vollständigen Hindi-Kurs-Gruppe führte uns Anfang Dezember in die Küche von Anuli. Seit ungefähr 5 1/2 Jahren lernen wir nun schon zusammen diese spannende, indische Sprache. Da liegt es nahe, dass wir das Ganze auch einmal bei gutem indischem Essen in gemütlicher Atmosphäre vertiefen - vor allem, wenn wir schon eine Ayurveda-Fachfrau unter uns haben.

    Anuli ist in Griechenland geboren und in München aufgewachsen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit der ayurvedischen Küche - beruflich aber wohl noch mehr aus Berufung. Sie war unter anderem 5 Jahre lang Küchenchefin im renomierten Ayurvedazentrum Atma Santulana Village von Dr. Shri Balaji Tambe in der Nähe von Pune, Indien.

    Unter dem Namen annayoga bietet Anuli ayurvedische Ernährungsberatung, Kochkurse, Anwendungen wie Massagen und Produkte an. Ihre gesunden und wohlschmeckenden Gerichte können für Parties, als Büro-Mittagstisch oder als Gruppenverpflegung z.B. für Kindergärten bestellt werden. Auf Ihrer Website könnt Ihr noch mehr über Anuli und ihre Arbeit erfahren.


    Apropos Arbeit! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. - Nur gut, dass beim Kochen die "Arbeit" auch schon Vergnügen ist ;-)

    Als wir uns schließlich alle an Anuli's Küchentisch einfanden, hatte sie schon duftenden Chai (Gewürztee), Kuchen und "Jala" (mit ayurvedischen Kräutern gekochtes Wasser) vorbereitet. So konnten wir uns stärken, bevor es ans wilde Schneiden, Pürieren, Kochen und Würzen ging.

    Obwohl wir so eine schlimme "Ratsch-Truppe" sind, hat Anuli es mit ihrer Ruhe und Gelassenheit geschafft, uns in die Arbeitsschritte der Rezepte einzuweisen und die gesundheitlichen und geschmacklichen Eigenschaften der zu verwendenden Gewürze zu erklären.



    Wir haben alle unseren Platz eingenommen und los gelegt. Das war unser Menü:

    Mung Dhal - Mungbohnen in würziger Sauce


    Sabzi Kofta - frittierte Gemüsebällchen mit Karotte, Zucchini, frischem Spinat in würziger Mandel-Kokos-Sauce


    Dhirdi - gebratene Gemüsepflänzchen mit Karotte, Zucchini, Ruccola und Kichererbsenmehl


    Kreuzkümmel-Reis, Chapati und Paratha (indisches Fladenbrot)


    Tomaten-Gurken-Salat mit Gewürzöl und gerösteten Erdnüssen


    Koriander-Minz-Kokos-Chutney und von Anuli selbst eingelegte Zitronen-Pickles sowie Ingwer-Gelbwurz-Pickles


    Alles zusammen ergab ein ausgewogenes und abwechslungsreiches, gesundes und überaus schmackhaftes vegetarisches Essen...



    Das sagt wohl alles :)



    Jedem, der einmal eine Einführung in das Kochen nach Ayurveda erhalten möchte und dafür jemanden sucht, der weiß, wovon er spricht, kann ich einen Nachmittag bei Anuli ans Herz legen.


    annayoga - Ayurvedische Produkte, Mittagstisch, Partyservice und Kochkurse
    Anatoli Diamantidou
    Mobil: 0179-295 0523
    E-Mail: kontakt@annayoga.de
    Website: www.annayoga.de

2012-03-27

  • 17:23 UTC orange: Ostergirlande aus Zeitungspapier

    Ich habe mir vorgenommen, den Wechsel der Jahreszeiten mal wieder ein wenig mehr wahrzunehmen. Man soll die Feste schließlich feiern, wie sie fallen. Um unsere Wohnung ein wenig osterlich zu dekorieren, habe ich eine kleine Ostergirlande gebastelt und sie an die Lampe über den Esstisch gehängt. Nächste Woche kommt noch das Eierfärben an die Reihe!



    Die Girlande ist ganz einfach und schnell zu machen:

    Ich habe mir über die Google Bildersuche jeweils einen schönen, einfachen Umriss eines Hasen und einer Ente gesucht – so ist der Hase nicht ganz allein. Aber man kann sich natürlich auch andere Motive aussuchen. Hauptsache, sie sind über den Umriss gut erkennbar.

    Die Bilder habe ich mir in gewünschter Größe ausgedruckt (ca. 8 cm) und ausgeschnitten. Fertig sind die Schablonen.

    Als Papier für die Girlande habe ich eine alte Zeitung verwendet. Unsere Stadtteilzeitung ist nicht ganz so dünn, wie eine normale – das hat gut geklappt. Aber es geht natürlich auch schönes Geschenkpapier, Fehldrucke aus dem Büro etc. Ich fand die kleinen Buchstaben als Muster recht schön.

    Das Papier muss nun gefaltet werden, dass man die obere Kante der Schablone an dem Knick ansetzen kann. Das ausgeschnittene Motiv hat so eine Vorder- und Rückseite und hängt oben am Kopf oder den Hasenohren noch ein paar Millimeter zusammen. Darauf ist beim Ausschneiden zu achten. Dann kann man die Figuren besser an die Schnur kleben.

    Als Schnur habe ich hellgrünes Häkelgarn verwendet, die Tierchen eingehängt und dann die Innenseiten mit einem Klebestift zusammengeklebt.

    Mit einem schwarzen Stift kann man noch Augen und Barthaare dazu malen.

2012-03-06

  • 17:30 UTC orange: Amazing Ceylon - Köstliche Grüße aus Sri Lanka: Übersicht
    Süd-West-Küste und Hochland in drei abwechslungsreichen Wochen



    Zur Vervollständigung meiner Reiseberichte kommt hier nachträglich noch die Übersicht und der Routenplan unseres Sri Lanka-Trips vom Oktober/November 2011!




    › Teil 1 - Hikkaduwa
    Meerblick, einschüchternde Wellen, tolles Essen und der erste Arrack
    Neela's Guesthouse / Top Secret Bar

    › Teil 2 - Unawatuna
    Traumstrand, Erholung, Schmuck, verstörende Parties und beste südindische Köstlichkeiten
    Banana Garden / Krishan Gem & Jewellers / South Ceylon Vegetarian Restaurant

    › Teil 3 - Talalla
    Turtle Farm, Cinnamon Island, Ayurveda Garten, Stelzenfischer, Strandeinsamkeit und eine herzliche Gastfamilie
    Kogalla See / Dondra / Secret Bay Talalla

    › Teil 4 - Uda Walawe
    Unzählige Elefanten, Buckelpisten, beeindruckende Ausblicke, gebackener Süßwasserfisch, ein Guide mit viel Herzblut und ein sympathischer Fahrer
    Uda Walawe National Park

    › Teil 5 - Ella
    Feines Rice & Curry, kühles Lüftchen, sportliche Bergsteigerambitionen, Katzenbabyliebe, nette Bekanntschaften
    Tea Garden / Little Adam's Peak / Little Folly's

    › Teil 6 - Nuwara Eliya
    Zimmer mit offenem Kamin, Carrom, Wasserfälle, Teemanufakturen, Familienanschluß und sensationell liebe Bewirtung im höchsten Dorf von Nureliya
    The Trevene / Mackwoods

    › Teil 7 - Kandy und Colombo
    Psychedelische deutsche Auswanderer, Goa in der Dachterrassenbar, Zahntempel (das Glücksarmband hält noch immer!), Ende mit Pool
    Hotel Casamara / Ceylon Continental

2012-03-04

  • 18:00 UTC orange: Frühlingshafte Mangold-Lauch-Quiche
    1 Mangold (war bei uns ca. 300 g)
    1 Lauchstange, in dünne Ringe geschnitten
    3-4 EL Pinienkerne
    1 EL Butter
    1 Packung Blätterteig
    60 g würziger Bergkäse

    Eiersahne:
    200 g Sahne
    100 ml Milch
    4 Eier
    1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
    Salz, Pfeffer



    Den Backofen auf 200° C vorheizen.

    Beim Mangold den grünen und den festeren, weißen Part (Stiele) trennen. Die Stiele in kleine Würfel schneiden, die grünen Blätter in Streifen.

    Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und heraus nehmen.

    In der heißen Pfanne die Butter schmelzen und Lauchringe und Mangoldwürfel ein paar Minuten anschwitzen. In den letzten zwei Minuten auch die Blattstreifen dazu geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

    Eine Tarte-Form oder Springform mit Butter ausstreichen. Den Blätterteig hinein legen, so dass die Tarteform ausgefüllt ist bzw. ein etwa 2 cm hoher Rand entsteht.

    Alle Zutaten für die Eiersahne mit einem Schneebesen gut verquirlen.

    Das Gemüse auf den Blätterteig füllen, mit der Eiersahne übergießen und den Käse darüber reiben.

    Die Quiche für 10 Minuten auf den Boden des Backofens stellen - sonst backt der Teig am Boden nicht durch. Dann für weitere 20-30 Minuten auf ein (heißes) Blech auf der untersten Schiene goldbraun fertig backen.

    P.S. Das nächste Mal werde ich wohl eine Springvorm verwenden.. es ist wirklich eine Aufgabe, den Blätterteig wieder aus den Rillen der Tarteform zu kriegen!

2012-03-01

  • 18:04 UTC orange: Knusprige Brot-Schiffchen mit Treviso, grünen Oliven und Pinienkernen
    Dazu passt am besten eine große Schüssel gemischter Salat!




    Teig:
    400 mg Weizenvollkornmehl
    1,5 TL Trockenhefe
    2 TL Salz
    1 TL Zucker
    3 EL Olivenöl
    280 ml Wasser

    Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten, in vier Stücke teilen und auf einer bemehlten Oberfläche jeweils ca. 2-3 mm dick ausrollen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 50° C heizen.


    Schmandcreme:
    3/4 Becher Schmand
    1/2 Knoblauchzehe, gepresst
    Kräuter nach Wahl, z.b. Oregano, Basilikum, Thymian
    Salz, Pfeffer, Paprikapulver
    evtl. ein paar Chiliflocken
    etwas Zitronenschalenabrieb

    Alle Zutaten für die Schmandcreme verrühren und mit Kräutern und Gewürzen nach Wahl abschmecken.


    Belag:
    1/2 Treviso, in dünne Streifen geschnitten
    grüne Oliven - entkernt und in Stücke geschnitten
    3 EL Pinienkerne
    würziger Bergkäse zum drüber reiben

    Reichlich Schmandcreme auf die Teigstücke streichen. Die Ränder dabei aussparen. Auf die Creme Treviso-Streifen, Oliven und Pinienkerne verteilen. Etwas Käse darüber reiben.

    Die Ecken des Teiges auf beiden Seiten zusammen drücken und zu einem Schiffchen formen. Die Teigränder um die Füllung nach oben rollen.



    Den Backofen auf "nur Beleuchtung" runter stellen und das Backblech hinein schieben. In die Tür einen Kochlöffel klemmen, dass sie einen Spalt offen bleibt. Den Teig ca. 1 Stunde gehen lassen.

    Nach der Ruhephase das Backblech heraus nehmen. Die Temperatur auf 200° C stellen. Die Teigränder mit ein wenig Olivenöl bestreichen. Wenn die gewünschte Hitze erreicht ist, das Blech wieder in den Backofen schieben und für etwa 20-30 Minuten backen, bis der Teig knusprig und der Käse geschmolzen ist.

2012-02-19

  • 22:27 UTC orange: Gebratene Shitakepilze mit Sojasauce und dunklem Sesamöl
    So schnell kommt man an einen ästhetisch angerichteten Teller mit warmem Abendessen - dank Resten vom Vortag!



    1. Brauner Reis mit Sesam und Ingwer
    1 kleine Tasse braunen Reis nach Packungsanweisung gar kochen - ich hatte ihn für 30 Minuten im Reiskocher. Meine Lieblingssorte ist "Tilda".
    Ein Stückchen Butter darin auflösen und mit Salz und Pfeffer würzen.
    Ein paar Esslöffel Sesam in einer Pfanne rösten und über den fertigen Reis streuen. Mit dünnen Streifen von frischem Ingwer garnieren.

    2. Feldsalat mit Schalotten-Sahne-Dressing
    Weißweinessig, Sonnenblumenöl, etwas Senf, ein Schuß Sahne, ein Löffelchen ganz fein gehackten Zwiebeln, Honig, Salz und Pfeffer

    3. Aufgewärmter Vanille-Chili-Spitzkohl
    Rest vom Vortag (Rezept hier)

    4. Gebratene Shitakepilze
    Frische Shitakepilze putzen (Strunk etwas kürzen) und halbieren. Einen Schuß helles Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze bei hoher Hitze kurz darin anbraten. Mit ein paar Tropfen Sojasauce und dunklem Sesamöl würzen (Vorsicht, sehr aromatisch!), durchschwenken und sofort servieren.

    Zur Krönung würden sich sicher auch noch ein paar Schnittlauchröllchen gut machen ;-) Guten Appetit!

2012-02-12

  • 18:10 UTC orange: Vanille-Chili-Spitzkohl mit Rotbarsch und Salzkartoffeln
    Wer sich wundert, warum es auf einmal genaue Mengenangaben gibt - ich habe es tatsächlich hin gekriegt, die Zutaten beim Kochen mal abzuwiegen. Nur die Anzahl der Portionen kann ich nicht mehr einschätzen, da wir den Kohl über mehrere Tage verteilt gegessen haben, aber es waren auf jeden Fall mindestens 6.

    Es gibt auch einen Grund für diesen Aufwand. Für meine Ernährungsberater-Ausbildung mache ich gerade ein Ernährungsprotokoll. Was man von anderen verlangen will, muss man schließlich auch mal an sich selbst testen.

    Einfach drei Tage ganz genau notieren, was man so isst und trinkt. Danach kann man es auswerten und sehen, ob die eigene Ernährung wirklich alles her gibt, was der Körper zum gesund bleiben braucht. Eine spannende Geschichte. Bisher war jeder, den ich auf die Idee gebracht habe, recht erstaunt. Manchmal ist einem gar nicht bewusst, was man so alles den lieben langen Tag in den Mund nimmt und wie wenig Gemüse und Obst dabei ist.

    Den Spaß am Essen darf man aber natürlich nie verlieren, deshalb gibt es heute ein besonderes Gourmet-Rezept für die Kohlsaison.





    Für den Kohl:
    750 g Spitzkohl, in "Fleckerl" geschnitten
    140 g Zwiebeln rot und weiß, fein gewürfelt
    1 kleine Knoblauchzehe, fein gewürfelt
    1 Prise brauner Zucker
    15 g Butter
    1 Stück getrocknete, rote Chili, entkernt
    1/2 Vanilleschote
    2 Pimentkörner
    100 ml Sahne
    125 ml Gemüsebrühe
    1/4 TL Kurkumapulver
    90 g Apfel, in dünne Streifen geschnitten


    Die Zwiebeln mit einer Prise braunem Zucker in der Butter anschwitzen. Den Spitzkohl, das ausgekratzte Mark der Vanilleschote, die Schote selbst, die entkernte Chili (im Ganzen) und die Pimentkörner mit dazu geben und alles gut verrühren.

    Mit Deckel 2-3 Minuten schmoren lassen - der Spitzkohl wird recht schnell gar und verkochen soll er ja nicht. Dann mit Sahne und Gemüsebrühe aufgießen. Die Apfelstreifen und das Kurkumapulver einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Noch ein wenig auf sehr niedriger Hitze ziehen lassen. Die Gewürze raus fischen, dass keiner drauf beisst.

    Nach Geschmack mit Schnittlauchröllchen garniert servieren. Ein Hauch Zitronenschalenabrieb macht sich auch noch recht gut in der Sauce.


    Für den Fisch:
    Olivenöl
    ganze Knoblauchzehe(n) - je nach Fischmenge (für zwei Personen habe ich eine Zehe verwendet)
    Rotbarschfilets

    Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die ganzen Knoblauchzehe(n) mit einem Messerrücken anquetschen und zusammen mit dem Fisch in das heiße Öl geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hitze herunter schalten, einen Deckel auf die Pfanne legen und den Fisch durch garen.

    Dazu passen Salzkartoffeln oder geschälte Pellkartoffeln.
  • 17:30 UTC orange: Mousse au Chocolat mit einem Hauch Kaffeearoma
    Oh, ich komme mit Schreiben gar nicht mehr hinterher! Ich bin ja noch immer bei der Weihnachtszeit (die Buffet-Übersicht ist hier zu finden). Aber macht ja auch nichts - Schokomousse passt immer :)

    Die schöne helle Komponente auf dem Teller ist eine Bayrische Creme (Rezept hier) mit einem hellen Fruchtspiegel, statt der üblichen Himbeersauce. Und frische Früchte sollten ja auf keinem schön angerichteten Dessert-Teller fehlen.



    Für 6–8 Personen:
    200 g Bitterschokolade
    2 TL löslicher Kaffee
    5 EL Wasser
    5 sehr frische Bio-Eier
    2 EL Cognac
    4 EL Bourbon-Vanillezucker
    ca. 1/4 Liter Schlagsahne

    Den Kaffee im Wasser auflösen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und den Kaffee gut unterrühren.

    Die Eier trennen und das Eiweiß zu Eischnee steif schlagen.

    Das Eigelb mit Vanillezucker und Cognac in einer Metallschüssel über einem heißen Wasserbad mit dem Schneebesen schaumig schlagen. Dabei aufpassen, dass das Ei nicht zu heiß wird - es darf nicht gerinnen.

    Die Schokolade sollte inzwischen etwas abgekühlt sein und kann vorsichtig unter die Eigelbmasse gerührt werden.

    Dann mit dem Schneebesen erst die Schlagsahne und dann das Eiweiß unterheben. Nicht zu stark rühren, dass die Mousse schön luftig bleibt!

    Die Mousse in eine schöne Schale oder Portionsschälchen geben und mit Frischhaltefolie abgedeckt über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

    Mit einem Esslöffel Nocken abstechen und auf einem Teller anrichten. Dazu passen zum Beispiel frische Früchte, Mandelscheiben, Sahne oder etwas Cremelikör als Dekoration. - Wir hatten aufgeschnittene Karambole und Pistazien-Eierlikör.

2012-01-21

  • 14:46 UTC orange: Schwarzwurzel-Kartoffel-Gratin
    Kennt Ihr Schwarzwurzeln? Ich glaub, als Kind habe ich sie mal probiert, eingelegt aus dem Glas. Frisch hat sie meine Mutter sicher auch mal gemacht, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich sie recht gemocht hätte. Zumindest sind sie dann lange in der Vergessenheit verschwunden.

    Auf dem Kochportal lecker.de hat mein Freund letzte Woche dann ein Rezept mit frischen Schwarzwurzeln entdeckt und wollte es gerne ausprobieren. Nach einem schönen stop-and-go Berufsverkehr-Stau und dem Abliefern meines Autos (drückt die Daumen, dass ich noch einmal TÜV bekomme!) waren wir in Sendling auf dem Weg zur U-Bahn. So wirklich schön fand ich die Ecke noch nie, aber auf einmal sind wir an einem einladend beleuchteten Hof vorbei kommen, der einen für eine Großstadt ziemlich idyllischen Blick freigab. Das haben wir uns genauer angeschaut und haben herausgefunden, dass dies der Stemmerhof ist - ein Areal mit allerlei netten Läden, Kultureinrichtungen und Möglichkeiten, seinen Hunger zu stillen.

    In dem Biomarkt rechts hinten konnten wir dann auch unsere Zutaten für den Gratin finden - und noch viel mehr!

    Schwarzwurzeln - eine erdige Angelegenheit, aber mit ganz feinem Geschmack. Wie eine Mischung aus Spargel und Petersilienwurzel:



    Unser abgewandeltes Rezept für 4 Portionen:
    Das Originalrezept ist zu finden auf lecker.de

    800 g Kartoffeln
    500 g Schwarzwurzeln
    6 EL Weinessig
    Parmesan zum überbacken

    Sauce:
    1 Zwiebel
    2 EL Butter
    1 gehäufter EL Mehl
    400 ml Gemüsebrühe
    100 g Schlagsahne
    Salz, Pfeffer
    1 Prise frisch geriebener Muskat
    1 TL getrockneter Estragon
    1/2 TL Zitronensaft bzw. nach Geschmack
    optional: fein gewürfelte Cacciatore-Salami
    Für die vegetarische Variante einfach weg lassen.



    Den Backofen auf 175°C vorheizen.

    Die Kartoffeln mit Schale in einem großen Topf mit Wasser fast durch kochen. Sie sollten nicht zu weich sein, da sie ja nachher noch in den Ofen kommen. Die Kartoffeln mit kaltem Wasser abschrecken, dass sie nicht nachgaren, dann die Haut abziehen und zur Seite stellen.

    Die Schwarzwurzeln mit einer Bürste gründlich von der Erde befreien und dann mit einem Sparschäler schälen. Kaltes Wasser in einer Schale mit Essig vermengen und die geschälten, halbierten Schwarzwurzelstücke darin einlegen. Nicht wundern, die Wurzeln hinterlassen ziemlich klebrige Hände. Das geht aber mit Spüli, einer Nagelbürste und intensivem Schrubben recht gut wieder runter.

    Wenn alle Wurzeln geschält sind, Wasser in einem Topf erhitzen und die Stücke ca. 15 Minuten in Salzwasser kochen, dass sie bissfest sind.

    Für die Sauce eine Zwiebel fein würfeln. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und die Zwiebel darin andünsten. Ich gebe gerne noch eine Prise braunen Zucker dazu. Das Mehl in den Topf geben und unter ständigem Rühren ein wenig anrösten. Vorsicht, dass es nicht zu dunkel wird. Mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen und gut verquirlen, dass keine Klümpchen entstehen. Die Sauce aufkochen lassen, dass das Mehl zu Binden beginnt. Mit Salz (wenn die Brühe nicht schon salzig genug war), Pfeffer, einer guten Prise frisch geriebener Muskatnuss und einem TL getrockneten Estragon und Zitronensaft verfeinern. Nach Geschmack die Salamiwürfel unterrühren. Vom Herd nehmen.

    Die geschälten Kartoffeln in Scheiben schneiden und mit den Schwarzwurzeln vermengen. In eine Auflaufform schichten und mit der Sauce übergießen.

    Parmesan darüber reiben, dass die Oberfläche gut bedeckt ist und etwa 15 Minuten im Ofen gratinieren.



    Dazu gab es bei uns einen gemischten grünen Salat mit Paprika, Tomaten, Avocado und Kürbiskernen in einem Senfdressing.

2012-01-17

  • 16:09 UTC orange: Waldorfsalat x 2 - klassisch-leicht und vollwertig-vegan
    Weiter geht es mit den Rezepten von unserem Weihnachts-Buffet.
    Heute: Der Waldorfsalat - Diese zwei rohen Selleriesalate schmecken wirklich toll - sogar einem Waldorfsalat-Skeptiker, wie mir! Und man muss danach auch nicht seinen Namen tanzen! ...Nur wenn man möchte ;-)


    Leichte, klassische Variante:
    nach einem Rezept von meiner lieben Muttern



    250 g (ca. 2) säuerliche Äpfel
    250 g (ca. 1/2) Sellerieknolle
    250 g Ananas-Fruchtfleisch (frisch oder Dose), in mundgerechte Stückchen geschnitten
    100 g gehackte Walnüsse
    Saft von 1/2 Zitrone
    je 1/2 Becher Naturjoghurt und Creme fraiche
    Salz, weißer Pfeffer, eine Prise Zucker oder ein wenig Honig und ein Löffelchen Ananassaft

    Den Sellerie und die Äpfel schälen, dann zu feinen Stiftchen hobeln. Das geht sehr gut in einer Küchenmaschine, aber natürlich auch mit der Hand. Die Ananas in mundgerechte Stücke schneiden und zum Obst und Gemüse geben. Die Walnüsse grob hacken und ebenfalls in die Schüssel streuen. Eventuell eine handvoll Nüsse und ein paar Ananasstücke für die Deko aufheben.

    Joghurt und Creme fraiche mit etwas Ananassaft, dem Zitronensaft, den Gewürzen und dem Honig verrühren - abschmecken. Das Dressing unter den Salat mischen und vor dem Verzehr ein wenig durchziehen lassen.


    Vegane Vollwert-Variante mit Sonnenblumenkern-Ingwer-Dressing:
    nach der sympathischen Vollwert- und Rohkostkennerin Ute-Marion Wilkesmann



    Ich bin letztens durch Zufall auf Ute's Youtube-Channel gestoßen und war recht begeistert, wie viele neue Anregungen ich dort gefunden habe - zum Beispiel Nußmuse als Ersatz für Sahne für die Sämigkeit bei verschiedensten Gerichten zu verwenden. Schmeckt toll - in der asiatischen Küche wird ja teilweise auch mit Nuss angedickt (siehe "Candle Nut").

    Einen selbst gemixten Kakao aus rohen Kakaobohnen werde ich sicher auch mal ausprobieren. Da tun sich ja ganz neue Geschmackswelten auf. Der Nachteil ist, dass sie scheinbar ebenfalls ein großer Küchengeräte-Fan ist und man nach den Videos anfängt, seine Wunschliste kontinuierlich zu erweitern - ihr "Fuhrpark" ist nämlich durchaus fortgeschritten.

    <iframe allowfullscreen="allowfullscreen" frameborder="0" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/0jz31l2FF-8" width="420"></iframe>

    Das geschriebene Rezept und die Zutatenliste findet Ihr auf Ute's Website vollwertkochbuch.de.

    Ich habe statt Zitronensaft frisch gepressten Mandarinensaft verwendet, da ich einfach keine Zitronen mehr da hatte. Von dem Dressing habe ich gleich etws mehr gemacht. Oben drüber habe ich noch ein wenig Cayennepfeffer für die Schärfe gestreut. So erfrischend!

    Vor allem mit frisch geknackten Walnüssen von der letzten Ernte (Danke an die Nachbarn meiner Eltern). Der Geschmacksunterschied zur Tütenvariante ist wie Tag und Nacht...